Wann ist die beste Reisezeit für Griechenland?
22. Mai 2026
Es gibt keine „beste" Reisezeit für Griechenland — die Frage ist, wonach du suchst. Wer baden will, kommt zwischen Juni und Anfang Oktober auf seine Kosten. Wer wandern, antike Stätten ohne Schweißausbruch besichtigen oder die Inseln in der Blüte sehen will, fährt im April, Mai oder Oktober. Die detaillierten Klimadaten dazu liefert der Beitrag zum Wetter in Griechenland.
Frühling (März bis Mai)
Im März ist das Wetter noch wechselhaft, ab Mitte April werden 20 bis 25 Grad normal. Die Inseln stehen in der Blüte, die archäologischen Stätten sind angenehm leer, Hotels günstig.
Was meist nicht klappt: baden. Das Meer hat im April noch um 18 Grad, fühlt sich kälter an als die Lufttemperatur. Wer den Frühling mag, fährt nicht wegen des Strands, sondern wegen Wanderwegen, Olymp-Anstiegen oder einer Woche Athen ohne Touristenmassen. Outdoor-Optionen behandelt der Beitrag zum Aktivurlaub in Griechenland.
Sommer (Juni bis August)
Hochsaison: 30 Grad und mehr, ausgebuchte Inseln, volle Strände. Wer Wasser, Sonne und Party sucht, ist hier richtig. Für alles, was Hitze nicht verträgt — alte Steine in der Mittagssonne, längere Bergtouren — ist es zu viel.
Juni ist deutlich entspannter als August: Wetter bereits stabil, aber noch nicht ausverkauft. Der Meltemi-Wind weht vor allem in der Ägäis ab Juli; mehr dazu im Beitrag zum Surfen auf Karpathos. Ein Faktor, den viele unterschätzen: Die griechischen Schulferien dauern wegen der Hitze über zwei Monate (etwa Mitte Juni bis Anfang September), und die meisten Griechen, die nicht im Tourismus arbeiten, machen genau dann Urlaub an der eigenen Küste. Im August sind also nicht nur deutsche und britische Pauschalreisende da, sondern auch Athener Familien. Wer Hitze und Trubel meiden will, sucht sich Inseln abseits der Hauptachsen — Anregungen liefert der Artikel zu griechischen Urlaubsorten, die kaum jemand kennt.
Herbst (September bis November)
Für viele Reisende die beste Zeit: Das Meer ist nach dem Sommer auf 23 bis 25 Grad aufgeheizt und bleibt bis weit in den Oktober warm, die Luft kühlt aber merklich ab. September fühlt sich noch wie Sommer an, in den Hotels wird wieder Platz frei. Im Oktober lohnen sich Kreta, Rhodos und der südliche Peloponnes, während es im Pindos schon stürmisch werden kann.
Ab Mitte November steigt die Regenwahrscheinlichkeit deutlich.
Winter (Dezember bis Februar)
Die meisten Inselhotels sind geschlossen, Fähren fahren seltener, viele Strandorte sind verwaist. Athen, Thessaloniki und Kreta lohnen sich aber durchaus: Tagsüber 10 bis 15 Grad, kaum Touristen, Sehenswürdigkeiten unter sich. Wer Wintersport sucht, findet ihn am Parnassos oder Chelmos — kein Alpen-Ersatz, aber funktioniert. Welche Städte sich auch ohne Strand lohnen, steht im Beitrag zu Städten und Regionen in Griechenland.
Faustregeln
- Strandurlaub mit Familie: Juni oder September — beste Mischung aus Wärme und Wasser, ohne Hochsaisons-Aufschlag.
- Sightseeing: April, Mai oder Oktober.
- Wandern und Klettern: Frühjahr und Herbst. Im Hochsommer nur in den frühen Morgenstunden machbar.
- Kultur und Städte: November bis März — wer Hitze nicht mag, hat hier die ruhigsten und günstigsten Wochen.
Eine Übersicht, welche Insel zu welchem Reisetyp passt, findest du im Beitrag zu den schönsten griechischen Inseln für Pauschalreisen.
Weitere Infos:
* Beste Reisezeit auf Globetrotter
* Klimatabelle Griechenland