Das Wetter in Griechenland
22. Mai 2026
Griechenland hat überwiegend mediterranes Klima – trockene heiße Sommer, milde feuchtere Winter. Damit ist aber wenig gesagt, denn das Land zieht sich von Mazedonien bis Kreta über mehr als 800 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und reicht von Meeresniveau bis fast 3000 Meter Höhe. Was an einem Augustabend auf Santorini noch lau ist, kann gleichzeitig im Pindos schon Bergstiefel verlangen.
Eine Einordnung, welche Jahreszeit zu welchem Reisetyp passt, steht im Beitrag zur besten Reisezeit für Griechenland.
Sommer: heiß, trocken, oft windig
Juni bis August ist verlässlich heiß. Tagsüber überschreiten die Werte meist 30 Grad, im Inneren des Peloponnes oder in Thessalien sind 35 bis 40 Grad keine Ausnahme. Regen fällt kaum.
An der Küste und auf den Inseln macht der Meltemi den Sommer erträglich: Ein meist trocken-kühler Nordwind, der von Mitte Juli bis Anfang September stark wehen kann – ideal für Wind- und Kitesurfer (siehe Surfen auf Karpathos), für Strandurlauber gelegentlich nervig, wenn der Sand fliegt. Abends kühlt es im Schnitt auf 18 bis 24 Grad ab.
Winter: zwei Welten
Im Süden und auf den Inseln liegen die Werte tagsüber meist zwischen 8 und 14 Grad – kühl, aber nicht winterlich. Es regnet häufiger, Schnee ist die Ausnahme.
Im Landesinneren und vor allem im Pindos-Gebirge sieht das anders aus: zweistellige Minuswerte sind möglich, in Höhen ab 1500 Metern wird Ski gefahren. Auch der Olymp ist im Februar tief verschneit. Wer im Januar in Athen ankommt, sollte mit 8 bis 12 Grad und gelegentlich Regen planen, nicht mit Wintersport-Wetter.
Frühling und Herbst
Der März ist meist noch wechselhaft. Ab Mitte April werden 20 bis 25 Grad normal, die Vegetation steht in der Blüte, das Meer ist aber noch um die 17 bis 19 Grad – fürs Schwimmen für die meisten zu kalt.
Im Oktober dreht sich das Bild: die Luft kühlt schneller ab, das Meer bleibt aber lange warm (oft noch über 22 Grad). Wer ein, zwei Wochen Restsommer mitnehmen will, hat hier die besten Karten. Ab Ende Oktober nimmt der Regen zu.
Regionale Unterschiede
- Ägäis und Süden: trockenste Region, mediterran im Lehrbuchsinn
- Ionische Inseln (Korfu, Lefkada, Kefalonia): wesentlich grüner, deutlich mehr Niederschlag — das erklärt auch die üppige Vegetation
- Pindos und nördliche Provinzen: härtere Winter, kürzerer Sommer
- Kreta und Rhodos: längste Saison im Land, schon im April warm genug für die ersten Strandtage
Mehr zu Bergen, Schluchten und Vegetation steht im Beitrag zur Landschaft in Griechenland.
Linktipps:
* Klimatabellen nach Region
* Griechenland im Herbst